Daniela Lipka und Hartmut Schnedl haben einen vierteiligen Podcast über Bioakustik gemacht, und wir durften dabei sein. „Können Mikrofone Artenvielfalt retten?” fragt, was das Zuhören dem Naturschutz bringt — und wo seine Grenzen liegen.
Für die erste Folge waren wir gemeinsam in der Lobau. Das Hydrophon geht ins Wasser, und was dann über die Kopfhörer kommt, überrascht die meisten Menschen beim ersten Mal: Diese Stille unter der Oberfläche gibt es nicht. Es knistert, klopft und zirpt. Ein Gutteil davon stammt von Wirbellosen, manches von Fischen, und vieles ist bis heute niemandem zugeordnet.
In der vierten Folge geht es um das Projekt „Forest Groove”, in dem junge Menschen die Klänge der Natur kennenlernen. Am Ende erzählen Sandra Müller, Eva Maria Schöll, Frederik Sachser und ich von unseren Lieblingsgeräuschen — eine Frage, die schwerer zu beantworten ist, als sie klingt.
Die beiden anderen Folgen führen in den Schwarzwald und auf österreichische Streuobstwiesen und fragen, was künstliche Intelligenz in der Bioakustik heute wirklich leisten kann. Hörenswert sind sie alle vier.
Die Recherche wurde durch das Stefan M. Gergely-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2025 gefördert. Im STANDARD ist zum Podcast außerdem ein Begleitartikel erschienen.
Alle vier Folgen gibt es beim Podcast selbst.