Von „weniger schaden" zu „mehr Biodiversität": Auftakt für das Projekt BIOGAIN
Ein neues europäisches Forschungsprojekt fragt, wie der Ausbau erneuerbarer Energien aktiv zu einem Biodiversitäts-Netto-Gewinn beitragen kann. capreolus ist im Advisory Board und hat den Antrag mitverfasst.
Anfang Mai 2026 traf sich das Konsortium des Biodiversa+-Projekts BIOGAIN zum Kick-off in Wien. Beteiligt sind Forschungsgruppen und Praxispartner aus Österreich, Deutschland, Dänemark, Polen und den Niederlanden, koordiniert Alexandra Jiricka-Pürrer und weiteren KollegInnen von der BOKU.
Der Wechsel von Mitigation zu Net-Gain ist mehr als ein semantisches Update. Wer einen Netto-Gewinn an Biodiversität versprechen will, muss ihn auch nachweisen können — über Zeit, in der Fläche, methodisch transparent. Das verlangt belastbare Indikatoren, klare Referenzzustände und neue Bewertungslogiken in Planungsprozessen.
Genau hier sehen wir die Rolle KI-gestützter Monitoringverfahren: Bioakustik, Drohnenbefliegung und automatisierte Auswertung erlauben es, biodiversitätsrelevante Veränderungen über große Flächen und lange Zeiträume vergleichbar zu erfassen — eine Voraussetzung dafür, dass Net-Gain prüfbar wird statt Versprechen zu bleiben.
capreolus bringt diese Praxisperspektive in das Konsortium ein. Robin Sandfort wurde ins Advisory Board berufen und hat den Antrag mitverfasst. Wir freuen uns auf die kommenden Jahre mit einem Team, das fachliche Tiefe, methodische Vielfalt und ein gemeinsames Ziel verbindet.